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Ein entscheidener Unterschied zwischen Lichtdruck und (fast allen) anderen Druckverfahren, ist die Art der Wiedergabe von Halbtönen – also Helligkeitsunterschieden. Will man z.B. eine Fotografie drucken, müssen die Graustufen in „druckbare Werte“ umgewandelt werden, da der Farbton nicht verändert werden kann. (?)

Soll heißen: Wenn ich schwarze Farbe habe, kann ich auch nur schwarz drucken.
Will ich grau drucken, brauche ich graue Farbe.

Wenn eine Fotografie gedruckt werden soll, bräuchte ich mindesten 256 verschiedenen Grautöne, da sich erst dann homogene Übergänge ergäben.

 

Die Lösung ist die Verwendung eines Raster, das die Fläche steuert, die bedruckt wird. Man zelegt das Bild in viele kleine Punkte, deren Größe man bestimmen kann.

Bleibt nur die Frage:
Wie groß – beziehungsweise klein – sind diese Punkte?

Hier gibt es mindestens zwei Eckdaten, die berücksichtigt werden müssen.

1. Betrachtungsabstand

Bei Druckrastern wie auch bei der Definition von „Schärfe“ für die Fotografie steht das Auflösevermögen unseres Auges im Mittelpunkt. Hier hat man sich bei einem Abstand von ca. 25 cm auf 1oo Linien auf einem Zentimeter verständigt. Das entspricht etwa einem Blickwinkel von einem Grad. Werden die Linien, Strukturen, Punkte kleiner, nimmt unser Gehirn Graustufen bzw. Farben wahr. 

2. Physikalische Grenzen

Mit 100 Millionen Pixel auf der Fläche einer Streichholzschachtel oder Tintentropfengrößen im Mikrometerbereich sind wir heute an den Grenzen des physikalisch machbaren angekommen.

Lichtdruck ist analog.

Beim erstellen einer Lichtdruckvorlage passiert die Umwandlung der Helligkeitsunterschiede durch einen Lichtgerbungsprozess, der die Struktur der Gelatine stufenlos verändert. Es gibt keine festen Abstände und Unterteilungen, was zu einem homogenen Ergebnis führt. Das Runzelkorn entsteht in unregelmäßiger Verteilung und ist sehr fein. Im Relief sammelt sich die Farbe wodurch unterschiedliche Farbschichtdicken ergeben. Die Farbmenge steurt sich also übereinander.

Dadurch entsteht auch kein Moiré-Effekt, der Auftritt, wenn sich verschiedenen Rasterungen überlagern.